Eis auf dem Grouse Mountain und im Stanley Park

Gemäss Wetterprognose soll heute Mittwoch das beste Wetter der ganzen Woche sein, darum haben wir unseren Ausflug auf den Grouse Mountain auf diesen Tag eingeplant. Zugegebenermassen war das Wetter gestern auch tiptop, allerdings sollte es gemäss Prognose regnen…

Mit dem Big Bus Ticket machten wir heute nochmal eine Runde bis nach Gastown. Dort lösten wir am Hauptbahnhof ein 2 Zonenticket und konnten damit erstens die Fähre (d.h. den sogenannten Seabus) nach Nord-Vancouver nutzen und von dort auch noch den Bus 236 bis nach Grouse Mountain. Die Fahrt mit dem Bus dauerte knapp 25 Minuten und führte unter anderem durch diverse Wohnquartiere hindurch. Die vielbeworbene „Capilano Suspension Bridge“ (Hängebrücke) befindet sich übrigens auch auf dem Weg nach Grouse Mountain, d.h. der Bus machte am Eingang halt.
Mit unserem gelösten Ticket (40 CAN$) standen wir dann direkt in der Schlange für die Bergfahrt an – die Dame von der Gondel klärte uns dann auf, dass wir mit diesem Ticket nicht weiterkommen, sondern dieses in ein „richtiges“ Ticket umtauschen müssten, was sie dann aber freundlicherweise für uns übernahm. Die Fahrt auf den 1100 Meter hohen Grouse Mountain (www.grousemountain.com) dauert ungefähr 8 Minuten, wobei man sich da Sardinen-mässig eingezwängt vorkommt. Zum Glück ist die Skisaison vorbei, sonst hätte ja jeder noch seine Skiausrüstung dabei…

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Sightseeing in Vancouver

Ueber Nacht sind erfreulicherweise die Gutscheine für das Frühstück eingetroffen – dies nachdem am Vorabend beim Checkin nicht klar war, wie und wo unser Frühstück gebucht worden war. Dank den Gutscheinen können wir uns nun am Frühstücks-Buffet bedienen und auch ein paar Extras wie Spiegeleier oder feine Pancakes mit Ahornsirup liegen drin.

Bei bewölktem aber trockenem Wetter machen wir uns dann auf die Suche nach einem Hop-On Einsteigepunkt für den Big Bus, den wir aber so nirgends finden, da er tatsächlich auch nicht angeschrieben ist. Das zieht sich leider systematisch durch, ein Teil der Haltestellen ist angeschrieben und ein anderer Teil nicht. Dabei war eine Haltestelle direkt vor unserem Hotel – und los ging’s!

Der Stadtteil Granville war vorher ein Industriegebiet, jetzt hat es primär Läden zum Essen und Shoppen. Yaletown war früher ein Teil der Stadt, welcher primär Lagerhäuser beherbergt hat, heute stehen hier sehr viele Hochhäuser und der Stadtteil ist für seine Unterhaltungsmöglichkeiten mit Bars, Restaurants und Nachtklubs bekannt.

In Vancouver hat es relativ viele Einbahnstrassen, was es erlaubt hat, separate Velospuren anzulegen. In der Stadt hat es ca. 200 Parks, welche die Bewohner gratis nutzen können, teilweise auch mit Tennisplätzen. Dazu gibt es viele Grünflächen mit Bäumen und Pflanzen, anscheinend werden die Architekten bei Um- und Neubauten dazu verpflichtet, gewisse Grünflächen einzuplanen.

Die Stadtbibliothek sieht ähnlich wie ein römisches Kolosseum aus, die Bewohner haben dieses Projekt aus drei verschiedenen Vorschlägen in einem Architekturwettbewerb ausgewählt. Neben der Bibliothek findet sich auch die Hauptpost der Stadt. Im BC Place Stadium mit 55’000 Plätzen fand die Eröffnungsfeier für die Olympischen Spiele 2010 statt, heute sind dort primär eine Baseball- und Fussball-Mannschaft zuhause. In der naheliegenden Rogers Arena wird Eishockey gespielt, dort hat es Platz für 21’000 Zuschauer. Der Stadtteil Chinatown (mit dem obligaten Torbogen) ist der zweitgrösste an der Westküste, nur das Chinatown in San Francisco ist grösser.

Im Gastown sind wir an der Firmenzentrale vom Big Bus ausgestiegen, nachdem wir unser Ticket im Bus nicht lösen konnten bzw. der Chauffeur es nicht geschafft hat, die Tickets auf seinem neuen Gerät zu drucken und der Kreditkarte zu belasten. Nachdem dies dann geklärt war und wir die gewünschten Tickets für den Bus und den Grouse Mountain erhalten hatten, sind wir dann zu Fuss zur weiteren Erkundung der Umgebung aufgebrochen.

Unser Mittagessen nahmen wir im Dreh-Restaurant „Top of Vancouver“ (www.topofvancouver.com) ein – mit einem Glaslift ging es 167m in die Höhe. Von dort hatten wir einen wunderbaren Blick über Vancouver hinweg. Das „revolving restaurant“ funktioniert so, dass die Plattform selber an Ort und Stelle bleibt, sich jedoch die im Kreis angeordneten Tische langsam drehen, so dass eine komplette Umdrehung 60 Minuten dauert. Dies führte dann bei der Nachfrage nach den WC’s dazu, dass der Kellner meinte, dass sie in ca. 20 Minuten auftauchen würden…

Das Trinkgeld ist beim Essen nicht dabei und beträgt standardmässig 15%. Darauf wird man entweder vom Kellner hingewiesen oder beim Zahlen mit Kreditkarte kann man direkt auf dem Terminal auswählen, ob man einen bestimmten Betrag geben möchte oder das Trinkgeld in Prozent bezahlen möchte (15%, 20% oder 25% kamen dann direkt als Vorschlag).

Am Hafen beim Convention Center befindet sich die Vorrichtung für das Olympische Feuer, welches an den olympischen Winterspielen 2010 zum Einsatz kam. Das Feuer wird nur zu ganz speziellen Gelegenheiten angezündet, das letzte Mal anscheinend bei einem Gold-Medaillen-Gewinn der Kanadier an den Olympischen Spielen in Sotchi 2014.

Mit dem Big Bus machten wir dann die Tour weiter und entschieden uns, an der English Bay Beach auszusteigen, nachdem wunderbares Wetter herrschte. Nach einigem Hin und Her fanden wir dann schliesslich im Rosengarten im Stanley Park wieder einen Hop-On Punkt, so dass wir uns dann zum Hotel zurückchauffieren lassen konnten.

In der Robson Street suchten wir dann ein Lokal für das Nachtessen – schlussendlich landeten wir in einem Sushi-Restaurant, weil wir nur noch etwas Kleines essen wollten. Es stellte sich dann heraus, dass man auch für kleines Geld grosse Portionen bekommen kann…

Checkin und Upgrade

Am Flughafen gabs im Chalet Suisse noch einen typischen CH-Salat zum Mittagessen, bevor wir dann mit der Swiss von Zürich nach Frankfurt geflogen sind. In Frankfurt mussten wir durch ein unterirdisches Labyrinth von Gängen, bevor wir dann schlussendlich am richtigen Gate gelandet sind.

Beim Warten auf das Boarding am Gate B44 hörten wir über Lautsprecher halbwegs etwas wegen Upgrade-Möglichkeiten. Da mussten wir natürlich sofort nachfragen gehen – und siehe da: für ein Mega-Ultra-Hyper-Schnäppchen konnten wir ein Upgrade in die Business Class kaufen. Die Ferien haben also – nach der mühsamen Packerei – mit einem echten Highlight begonnen!! Schade eigentlich, dass der Flug nur 10 Stunden dauerte – wir konnten die Annehmlichkeiten der Business Class somit gar nicht richtig auskosten. Neben dem hervorragenden Essen waren natürlich die Sitze äusserst komfortabel, da sie zu einem fast flachen Bett umfunktioniert werden konnten.

Während dem Flug schwebten wir buchstäblich über den Wolken – zwischendurch jedoch lichteten sich diese und wir sahen faszinierende Landschaften von Grönland – so etwas haben wir noch nie gesehen.

Nach einem reibungslosen Transfer zum Hotel machten wir einen Abstecher in das Hotel-eigene Café One, um einen kleinen Happen zu Essen. Danach konnten wir gegen 21:30 Uhr endlich schlafen gehen, denn eigentlich war es für uns ja 06:30 Uhr am nächsten Tag…