{"id":171,"date":"2012-04-23T09:16:51","date_gmt":"2012-04-23T07:16:51","guid":{"rendered":"http:\/\/mitdabei.ch\/wordpress\/?p=171"},"modified":"2012-04-22T09:19:48","modified_gmt":"2012-04-22T07:19:48","slug":"hcmc-ho-chi-minh-city-saigon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mitdabei.ch\/wordpress\/2012\/04\/hcmc-ho-chi-minh-city-saigon\/","title":{"rendered":"HCMC &#8211; Ho Chi Minh City (Saigon)"},"content":{"rendered":"<p>Am Freitag, 20. April 2012, sind wir mit dem Schiff via Mekong bis nach Phu My gefahren. Dort ging es mit dem Bus in ca. 2 Stunden nach Ho Chi Minh City, besser unter dem alten Namen Saigon bekannt (Umbenennung erfolgte 1975). Es handelt es sich dabei um die gr\u00f6sste Stadt im S\u00fcden von Vietnam, mit ca. 8 Mio Einwohner &#8211; die Hauptstadt ist jedoch Hanoi im Norden des Landes (ca. 6 Mio Einwohner). Vietnam selber hat ca. 86 Mio Einwohner, bezahlt wird mit dem Dong (1 USD entspricht ca. 20&#8217;000 Dong\/VND).<!--more Weiterlesen--><\/p>\n<p>Saigon k\u00f6nnte daf\u00fcr aber als Hauptstadt der Mopeds bezeichnet werden, da praktisch alle Leute, auch diejenigen die auch noch ein Auto haben, mit dem Moped in die und in der Stadt fahren, weil es einfach schneller geht. Zu diesem Zweck gibt es auch separate T\u00f6ff-Spuren, wo eigentlich nur die T\u00f6ffs fahren d\u00fcrfen. Da halten sich aber nicht alle daran &#8211; auch unser Buschauffeur hat ab und an abgek\u00fcrzt &#8211; und anscheinend gibt es in Vietnam pro Tag ca. 30 Verkehrstote. Der Verkehr bzw. die Fahrart ist auch wirklich m\u00f6rderisch, fast alle Verkehrsmittel hupen st\u00e4ndig, um zu signalisieren &#8222;Achtung, ich \u00fcberhole, pass auf, geh aus dem Weg&#8220;. Die billigen Mopeds (ca. 700-800 USD) stammen aus China, die etwas besseren Modelle aus Japan sind ab ca. 2&#8217;000 USD zu haben.<\/p>\n<p>Auf den Strassen sieht man viele typische Vietnamesen mit dem konisch geformten Strohhut, die frische Fr\u00fcchte, Getr\u00e4nke etc. verkaufen. Zudem tragen fast alle Mopedfahrer einen Mundschutz &#8211; interessant ist, dass die Frauen grunds\u00e4tzlich einen gr\u00f6sseren Schutz tragen. Gem\u00e4ss unserem Reiseleiter Hong tragen die M\u00e4nner den Mundschutz als Schutz gegen die vielen Abgase, die Frauen aber prim\u00e4r, um nicht braun (oder noch brauner) zu werden. Somit bedecken die Frauen nicht nur ihr Gesicht vollst\u00e4ndig, auch die H\u00e4nde und F\u00fcsse sind mit Handschuhen und Socken (in Flipflops) gegen die Sonne gesch\u00fctzt &#8211; und das bei fast 40 Grad! Warum die das machen? Die M\u00e4nner finden offenbar hellh\u00e4utige Frauen attraktiver&#8230;<\/p>\n<p>Im Norden Vietnams gibt es unsere 4 Jahreszeiten, im S\u00fcden gibt es nur die Regen- und die Trockenzeit &#8211; dies hat aber den Vorteil, dass die Bauern dreimal Reis ernten k\u00f6nnen, was auch das haupts\u00e4chliche Export-Produkt ist (daneben kennt man bei uns auch noch den Pangasius-Fisch, der auch von hier stammt). Anscheinend leben in den Reisfeldern auch M\u00e4use und Ratten, was wiederum dazu f\u00fchrt, dass sich dort (giftige) Schlangen tummeln, welche f\u00fcr die Bauern eine Gefahr darstellen. Schlangenfleisch schmeckt gem\u00e4ss dem Reiseleiter sehr gut und kostet pro kg ca. 25-30 USD; es gibt \u00fcbrigens auch Schlangenschnaps, welcher gut f\u00fcr die Gesundheit sein soll. M\u00e4use und Ratten werden prim\u00e4r auf dem Land gegessen, da sich die Tiere in den Reisfelder &#8218;gesund&#8216; ern\u00e4hren k\u00f6nnen. In der Stadt leben die Tiere aber prim\u00e4r von Abf\u00e4llen, daher wird dort auf den Verzehr verzichtet.<\/p>\n<p>Viele H\u00e4user sind sehr schmal und hoch gebaut, dies hat den Hintergrund, dass erstens das Land relativ teuer ist und zweitens zwei oder drei Generationen in demselben Haus wohnen. Es gibt hier kein Rentensystem, so dass die Kinder ihre Eltern, wenn sie nicht mehr erwerbst\u00e4tig sind, ern\u00e4hren m\u00fcssen. Dies f\u00fchrt dazu, dass die Familien eher kinderreich sind &#8211; da die Frauen bei der Heirat jedoch zu ihren M\u00e4nnern ziehen, haben die Eltern ein grosses Interesse an m\u00e4nnlichem Nachwuchs. Aktuell gibt es aber deutlich mehr Frauen als M\u00e4nner, so dass sich ausl\u00e4ndische M\u00e4nner (prim\u00e4r aus China und S\u00fcdkorea) hier eine Frau suchen kommen &#8211; und daf\u00fcr bezahlen. In der Stadt, wo prim\u00e4r Hochh\u00e4user gebaut werden, kostet der m2 einer Wohnung um die 2&#8217;000 USD. Ausl\u00e4nder k\u00f6nnen \u00fcbrigens seit etwa drei Jahren auch Wohnungen kaufen, fr\u00fcher durfte nur gemietet werden.<\/p>\n<p>Unsere Besichtigungstour f\u00fchrte uns zu der Kaiser Pagode, welche von den Chinesen erbaut wurde. Danach ging es zum historischen Kriegsmuseum (&#8222;War Remnants Museum&#8220;), in welchem verschiedene Aspekte des Vietnam-Kriegs beleuchtet werden und vor allem Fotografien und ein paar Flieger und Panzer der US Armee besichtigt werden k\u00f6nnen. Beides muss man aus unserer Optik eigentlich nicht gesehen haben, empfehlenswerter sind dagegen der Wiedervereinigungspalast (heute ein Museum), die Notre-Dame, die alte Post, das Rathaus und die Oper. Dort ist \u00fcberall der Einfluss der Franzosen aus der Kolonialzeit sicht- und sp\u00fcrbar. Die Notre-Dame ist hier anscheinend f\u00fcr Hochzeitsfotos sehr beliebt, d.h. die Hochzeit findet irgendwo statt, aber dank der sch\u00f6nen Kulisse werden die Brautpaare noch vor dieser Kirche abgelichtet.<\/p>\n<p>Ein schmackhaftes Mittagessen gab es im Restaurant &#8222;Indochine &#8211; Authentic Vietnamese Cuisine&#8220;, welches wir nach diesem Besuch empfehlen k\u00f6nnen (26 Truong Dinh Street, District 3, HCMC). Danach ging es weiter in einen Kleidermarkt f\u00fcr Touristen, das war dann wieder weniger interessant. Alles in allem aber ein interessanter Tag und Ho Chi Minh City bzw. Vietnam hat sich als m\u00f6gliche zuk\u00fcnftige Reisedestination durchaus empfohlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitag, 20. April 2012, sind wir mit dem Schiff via Mekong bis nach Phu My gefahren. 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