{"id":173,"date":"2012-04-24T09:20:13","date_gmt":"2012-04-24T07:20:13","guid":{"rendered":"http:\/\/mitdabei.ch\/wordpress\/?p=173"},"modified":"2012-04-22T09:22:07","modified_gmt":"2012-04-22T07:22:07","slug":"zweiter-tag-vietnam-in-nha-trang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mitdabei.ch\/wordpress\/2012\/04\/zweiter-tag-vietnam-in-nha-trang\/","title":{"rendered":"Zweiter Tag Vietnam in Nha Trang"},"content":{"rendered":"<p>Am Samstag, 21. April, haben wir noch einmal in Vietnam, genauer gesagt in Nha Trang, Halt gemacht. Speziell war zweierlei: erstens gab es keinen Seetag dazwischen, d.h. Ausschlafen konnte man zwischendurch nicht &#8211; f\u00fcr die &#8222;on shore&#8220;-Tage stehen wir \u00fcbrigens immer so um 06:00 Uhr auf &#8211; und zweitens konnte das Schiff aufgrund seiner Gr\u00f6sse nicht in den Hafen fahren. Um an Land zu kommen, wurden die Tender-Boote eingesetzt (das sind spezielle Varianten der Rettungsboote) und nach einer ca. 10 min\u00fctigen Fahrt waren wir dann im Hafen, wo uns Reisef\u00fchrer Thien samt Bus erwartet hat. Thien hat wie viele andere Vietnamesen fr\u00fcher in der DDR gearbeitet und ist nach der deutschen Wiedervereinigung nach Vietnam zur\u00fcckgekehrt. Im Hafen gibt es \u00fcbrigens eine 3300 Meter lange Seilbahn, die die Touristen auf die Insel &#8222;Vinpearl&#8220; f\u00fchrt, welche gem\u00e4ss Reiseleiter zur H\u00e4lfte Vietnam und zur anderen H\u00e4lfte Russland geh\u00f6rt.<!--more Weiterlesen--><\/p>\n<p>Obwohl Vietnam ein kommunistisches Land ist, haben wir bei unseren Ausfl\u00fcgen und Besichtigungen davon eigentlich nichts gemerkt. Ein Hinweis noch zu der vietnamesischen Schrift: das sind eigentlich unsere normalen Buchstaben, welche mit Akzenten (meistens \u00fcber den Buchstaben) versehen sind &#8211; ist etwas speziell, wenn man trotz unserer Schrift \u00fcberhaupt gar nichts versteht.<\/p>\n<p>Nha Trang gilt in Vietnam als einer der sch\u00f6nsten Badeorte (ca. 7 km \u00f6ffentlich zug\u00e4nglicher Strand), entsprechend hat es gr\u00f6ssere Hotels und sehr sch\u00f6ne, gr\u00fcne Strandpromenanden. Der Ort hat ca. 400&#8217;000 Einwohner und verf\u00fcgt \u00fcber heisse Quellen, die besonders in der Regenzeit beliebt sind, da sich dann nicht viel unternehmen lasse. Die Regenzeit ist innerhalb des Landes je nach Region unterschiedlich, hier dauert sie von Oktober &#8211; Januar, in Saigon aber beispielsweise von Mai bis Oktober. Die Vietnamesen gehen meistens ab ca. 16:00 Uhr an den Strand, wenn die Temparatur etwas angenehmer ist und die Sonne nicht mehr so brennt.<\/p>\n<p>Auch hier hat es die beliebten Mopeds oder Roller &#8211; bei den Bauern auf dem Land haben wir \u00fcbrigens auch Elektrovelos gesehen &#8211; aber der Verkehr ist nat\u00fcrlich deutlich weniger. Gewisse T\u00fccken f\u00fcr Fussg\u00e4nger bleiben aber, wie wir selber beim \u00dcberqueren einer Strasse feststellen mussten: die Vietnamesen kennen nichts und fahren auch auf der falschen Seite der Strasse, wenn es dort gerade keinen Verkehr hat. Die roten Verkehrsampeln sind nicht rund, sondern rote Kreuze &#8211; eigentlich clever, so gibt es auch f\u00fcr Farbenblinde keine Probleme. Einen Bahnhof gibt es in Nha Trang auch, die Bahnlinie f\u00fchrt von Nha Trang bis nach Hanoi &#8211; das sind ca. 1&#8217;700 km und die Reise dauert ca. 24 Stunden.<\/p>\n<p>Unser Ausflug f\u00fchrte uns zuerst in eine vietnamesische Kaffeer\u00f6sterei, wo wir eine Pause samt offeriertem Kaffee und Tee machten. Bei 33 Grad Aussentemperatur und 70% Luftfeuchtigkeit (am Morgen um 09:00 Uhr) g\u00e4be es sicher auch erfrischendere Ausflugsziele, aber naja&#8230; \ud83d\ude42 Weil es immer so heiss ist, servieren die Vietnamesen ja auch Eisw\u00fcrfel zum Kaffee.<\/p>\n<p>Danach ging es weiter zur Besichtigung der Reismatten-Herstellung &#8211; auf diesen schlafen die Vietnamesen in der Regel. Die Frauen weben diese Matten von Hand (auf grossen Webst\u00fchlen) und verkaufen sie anschliessend auf einem lokalen Markt. Es kam einem vor, wie wenn man 100 Jahre in der Zeit zur\u00fcckgereist w\u00e4re&#8230;<\/p>\n<p>Anschliessend haben wir einen Kindergarten besichtigt, was grunds\u00e4tzlich okay ist, schliesslich hiess der Ausflug &#8222;Land und Leute&#8220;. Dass sich die Touristen dann allerdings mit den Kindern fotografieren liessen, diese herumschleppten und im Gegenzug S\u00fcssigkeiten und Ballone verteilten, hat mich fatal daran erinnert, wie es wohl fr\u00fcher bei der Eroberung neuer Gebiete durch sogenannte &#8222;kultivierte&#8220; Nationen zu und her gegangen sein muss. Unsch\u00f6n.<\/p>\n<p>Interessanter war dann wieder die Herstellung von Reispapier. Auf dem Weg dahin sind wir \u00fcbrigens noch bei drei Frauen vorbei gekommen, welche mit der Herstellung der traditionellen, geflochtenen H\u00fcte besch\u00e4ftigt waren. Diese H\u00fcte sch\u00fctzen \u00fcbrigens sowohl vor Sonne wie auch vor Regen. Danach gab es noch einen weiteren Stopp: ein 200 Jahre altes Haus &#8211; als wir dort ankamen, mussten wir jedoch feststellen, dass das sch\u00f6ne alte Haus nun einfach ein Verkaufsladen f\u00fcr Souvenirs ist. Daneben wurde uns jedoch auch ein Teller frischer Fr\u00fcchte inkl. feiner Banane geboten und heisser Tee, welcher mitsamt seinem Krug in einem ausgeh\u00f6lten K\u00fcrbis platziert war. Die Tassen, die f\u00fcr den Tee auf dem Tisch standen, waren Sue&#8217;s Ansicht nach schon gebraucht &#8211; aber kurz mit &#8222;Speuz&#8220; etwas ausgerieben, wird uns das wohl nicht umbringen (bis jetzt geht es uns jedenfalls tiptop). Gegen Ende unseres Stopps machten die Wirte die Tische bereits wieder f\u00fcr die n\u00e4chste Reisegruppe bereit &#8211; und siehe da, die Tassen wurden nur mal kurz unter kaltes Wasser gehalten, danach gingen sie direkt wieder auf den Tisch.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Reispapier: Dabei handelt es sich nicht um Papier zum Schreiben, sondern um ein Zwischenprodukt f\u00fcr die Herstellung von Reisnudeln oder Teig f\u00fcr Fr\u00fchlingsrollen. Dabei wird zuerst Reis eingelegt, danach Reismehl einen Tag gekocht und dann anschliessend in grossen Tanks unter st\u00e4ndigem Drehen abgek\u00fchlt. Danach werden auf einem F\u00f6rderband grosse Bahnen (ca. 60 cm breit und 170 cm lang) von Reispapier erzeugt, welche dann nass auf Bambusgestelle gelegt und an der Sonne getrocknet werden. Nach dem Trocknungsvorgang werden diese Bahnen dann beispielsweise in d\u00fcnne Nudeln geschnitten und so verkauft.<\/p>\n<p>Weil es ja so kalt war, haben wir dann noch eine B\u00e4ckerei besucht und frisch gebackene Br\u00f6tchen mit Soja-Sauce versucht &#8211; fein!<\/p>\n<p>Als letzte Station des Tages stand dann eine Seidenstickerei auf dem Programm. Sehr eindr\u00fccklich, wie dort in monatelanger Arbeit kunstvolle Bilder enstehen, welchen man in einem Abstand von ca. 20 cm nicht mehr ansieht, ob sie gemalt oder eben gestickt sind. Anstelle eines gestickten Bildes als Souvenir hat sich Sue dann aber f\u00fcr ein paar Schals aus Seide entschieden&#8230; \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Die meiste Zeit sind wir \u00fcbrigens quer \u00fcber Land gefahren, also nicht etwa auf asphaltierten Strassen, sondern auf schmalen und holprigen Nebenstr\u00e4sschen. Manchmal musste der Reiseleiter auch runterh\u00e4ngende Bambus\u00e4ste aus dem Weg heben, damit der Bus passieren konnte. Und unter Handarbeit versteht man hier noch echte Arbeit, und nicht nur das Bedienen irgendwelcher Fabrikationsanlagen &#8211; das ist schon alles sehr eindr\u00fccklich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag, 21. April, haben wir noch einmal in Vietnam, genauer gesagt in Nha Trang, Halt gemacht. Speziell war zweierlei: erstens gab es keinen Seetag dazwischen, d.h. 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