{"id":175,"date":"2012-04-30T02:42:20","date_gmt":"2012-04-30T00:42:20","guid":{"rendered":"http:\/\/mitdabei.ch\/wordpress\/?p=175"},"modified":"2012-04-30T02:42:20","modified_gmt":"2012-04-30T00:42:20","slug":"hong-kong","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mitdabei.ch\/wordpress\/2012\/04\/hong-kong\/","title":{"rendered":"Hong Kong"},"content":{"rendered":"<p>Am Montag, 23. April, waren wir einen (langen aber trotzdem zu kurzen) Tag in Hong Kong zu Gast. Unser Reisef\u00fchrer Tak, der sich seine Deutschkenntnisse in K\u00f6ln angeeignet hat, erkl\u00e4rte uns die verschiedenen Sehensw\u00fcrdigkeiten und gab uns eine Einf\u00fchrung zur Stadt allgemein. Aktuell leben ungef\u00e4hr 7 Mio Einwohner auf 1&#8217;100 km2 (also knapp 30&#215;40 km) zusammen, wobei 95% davon Chinesen sind. Da Hong Kong im Norden durch die Grenze zu China und im S\u00fcden durch das Meer begrenzt wird, w\u00e4chst die Stadt nur noch nach oben, d.h. die meisten Wohnbl\u00f6cke (d.h. Hochh\u00e4user) haben so um die 40-60 Etagen und werden in Zukunft noch h\u00f6her werden. Unser Reisef\u00fchrer hat mal eine Hochrechnung gemacht und gemeint, dass pro Block so um die 1&#8217;000 Personen leben, die alle dieselbe Postadresse haben &#8211; wir haben uns dann \u00fcberlegt, wie das wohl mit dem Lift am Morgen aussieht, wenn jeder arbeiten gehen will?!?<!--more Weiterlesen--><\/p>\n<p>Hong Kong hat ein subtropisches Klima und wird auch regelm\u00e4ssig von St\u00fcrmen, d.h. Taifunen, heimgesucht. Es gibt daf\u00fcr auch ein entsprechendes Warnsystem. Bei einer Taifun-Warnung der Stufe 8 hat man zwei Stunden Zeit, um nach Hause zu kommen, danach werden die \u00f6ffentlichen Anlagen (z. Bsp. U-Bahn) abgestellt. Zu den klimatischen Verh\u00e4ltnissen passt auch der folgende Satz aus den Bordinformationen: &#8222;Klimatisierung ist in Hong Kong Prestigesache&#8220; &#8211; tats\u00e4chlich ist in den Restaurants eine Jacke oder ein Pulli empfehlenswert.<\/p>\n<p>Die W\u00e4hrung, der Hong Kong Dollar (HKD), ist fest an den USD gekoppelt &#8211; bar kann nur in lokaler W\u00e4hrung bezahlt werden. Es herrscht Rechtsverkehr und interessanterweise machen die Ampeln auch Ger\u00e4usche, wenn Rot ist (langsame Ger\u00e4usche). Bei Gr\u00fcn wechselt es auf schnelle Tonintervalle, wahrscheinlich weil man schnell \u00fcber den Fussg\u00e4ngerstreifen gehen soll&#8230; \ud83d\ude42 Der Verkehr bzw. die Anzahl Autos wird \u00fcber die Steuern beeinflusst &#8211; auf Autos bezahlt man bis zu 130% Steuern. So verkehren in Hong Kong nur ca. 700&#8217;000 Fahrzeuge, der Hauptteil der Bev\u00f6lkerung hat kein Auto und f\u00e4hrt mit der U-Bahn. Wir sind selber nicht damit gefahren, aber man wartet maximal 4 Minuten auf den n\u00e4chsten Zug, in den Stosszeiten sogar nur 1.5 Minuten &#8211; schliesslich wollen jeden Tag 2.5 Mio Passagiere damit fahren.<\/p>\n<p>Religionsm\u00e4ssig ist prim\u00e4r der Buddhismus und der Taoismus verbreitet, wobei der Taoismus eine original chinesische Religion ist. In dieser gibt es nicht nur einen Gott, sondern deren viele &#8211; \u00e4hnlich wie in der Antike. Die G\u00f6tter und G\u00f6ttinnen stammen aus den alten chinesischen Sagen, welche Laotse aufgeschrieben hat. Als erstes sind wir zum &#8222;Wong Tai Sin&#8220; Tempel gefahren, das ist in Hong Kong der beliebteste Tempel &#8211; nicht nur bei den Einheimischen, sondern auch bei den knapp 25 Mio chinesischen Touristen, die pro Jahr kommen &#8211; da es sich um den Gesundheitsgott handelt. Die Leute kommen somit dahin, um f\u00fcr ihre Gesundheit zu beten. Gleichzeitig sollen hier beim Tempel auch die besten Wahrsager sein, was insbesondere die Chinesen interessiert. Als erstes werden R\u00e4ucherst\u00e4bchen entz\u00fcndet und dann je nach dem auch Opfergaben (Obst, Speisen, etc) gebracht; dabei spielt sich alles im Vorhof des Tempels ab. Die meisten Tempel haben auch noch Nebengeb\u00e4ude f\u00fcr andere G\u00f6tter, d.h. so kann man beim Besuch eines Tempels zu mehreren G\u00f6ttern beten. Vor dem Tempel sind die chinesischen Tierkreiszeichen aufgestellt, dabei gelten diese jeweils pro Jahr und wiederholen sich alle 12 Jahre. Nach l\u00e4ngerem Suchen haben wir f\u00fcr unsere Jahrg\u00e4nge die Tierkreise herausgefunden: 1970 = Hund, 1971 = Schwein &#8211; im 2012 ist \u00fcbrigens der Drache aktuell.<\/p>\n<p>Danach ging es weiter zum Vogel- und Blumenmarkt. Das Halten von V\u00f6geln ist hier ein beliebtes Hobby bei \u00e4lteren M\u00e4nnern, das Halten von Hunden oder Katzen ist mangels Platz nicht wirklich verbreitet. Die Frauen seien daran im Gegensatz zu den M\u00e4nnern nicht interessiert, sondern w\u00fcrden eher stundenlang Majong spielen&#8230;<\/p>\n<p>Als n\u00e4chste Station stand der Jademarkt auf dem Programm &#8211; da wird alles m\u00f6gliche aus (echter und unechter) Jade verkauft. Scheint nur ein Markt f\u00fcr Touristen zu sein &#8211; nebenan konnten wir jedoch einen Blick in einen sogenannten &#8222;Wet market&#8220; (also einen nassen Markt) werfen: dort kaufen die Einheimischen ihre Lebensmittel ein, d.h. neben Gem\u00fcse auch Fleisch und Fisch. Erw\u00e4hnenswert ist dabei, dass die meisten Fische noch leben, d.h. diese werden beim Kauf frisch ausgenommen und abgepackt. Zum Thema Essen passt auch die Tatsache, dass in Hong Kong per Gesetz verboten ist, Hunde und Katzen zu verspeisen. Schlange gilt aber auch hier als Delikatesse.<\/p>\n<p>Vom Lebensmittel-Einkauf gings dann zum Mittagessen weiter ins &#8222;The Banquetting House&#8220;, in welchem man einen sch\u00f6nen Ausblick auf die Skyline von Hong Kong hatte. Gegessen haben wir dort ein typisches kantonesisches Mittagessen &#8211; &#8222;Dim Sum&#8220;, was \u00fcbersetzt anscheinend soviel wie &#8222;Kleinigkeiten, die das Herz ber\u00fchren&#8220; heisst. Das sind Teigtaschen, welche mit unterschiedlichen Inhalten (Fleisch, Fisch, Gem\u00fcse) gef\u00fcllt sind. Zum Start gab es gebratenen Rettichkuchen und zum Abschluss des Menus Fr\u00fcchte als Dessert. Nat\u00fcrlich gibt&#8217;s zum Essen immer nur St\u00e4bchen, aber auf Verlangen gab es f\u00fcr Teile der Reisegruppe nat\u00fcrlich auch eine Gabel&#8230; \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Gut gest\u00e4rkt gings dann auf die Inselseite von Hong Kong (den Morgen haben wir auf der Festland-Seite verbracht) und dort auf den Victoria Peak, das ist der h\u00f6chste Berg (550 Meter) von Hong Kong, von welchem man die ganze Stadt \u00fcberblicken kann. Um hinaufzugelangen, kann man das \u00e4lteste \u00f6ffentliche Verkehrsmittel von Hong Kong nutzen: eine Standseilbahn, welche von der Schweizer Firma Von Roll im Jahr 1888 erstellt wurde. Ah ja, apropos Ausblick: man sieht nat\u00fcrlich nur etwas, wenn das Wetter auch mitspielt. Bei uns war das leider nicht der Fall und die Spitze war von Nebel umh\u00fcllt, so dass wir die Aussicht nicht geniessen konnten und dann beim Herunterfahren noch einen Fotostopp unterhalb des Nebels einlegen mussten.<\/p>\n<p>Als zweitletzte Station ging es ins &#8222;Aberdeen Fishing Village&#8220;, das ist ein Hafen mit einem nat\u00fcrlichen Taifun-Schutz, d.h. mit einer vorgelagerten Insel. In Aberdeen wohnen die &#8222;Boatpeople&#8220;, d.h. diejenigen Leute, die auf Schiffen leben. Das sind prim\u00e4r Fischerfamilien, die sich vor ungef\u00e4hr 100 Jahren dort niedergelassen haben. In den 70er Jahren waren das bis zu 50&#8217;000 Personen, die auf dem Boot gelebt haben &#8211; durch Massnahmen der Regierung sind es heute noch ca. 1&#8217;000 Personen, die dort (prim\u00e4r von Tourismus) auf Schiffen leben.<\/p>\n<p>Zuletzt besuchten wir noch den Stanley Market, was der bekannteste Markt von Hong Kong sein soll. Wir wurden irgendwie den Verdacht nicht los, dass es sich dabei um einen reinen Touristenmarkt handelt, aber anscheinend gehen dort auch die Einheimischen einkaufen. Auf dem Weg dorthin sind wir am &#8222;Ocean Park&#8220; vorbeigefahren, das ist ein grosser Vergn\u00fcgungspark mit angeschlossenem Zoo. Eine der Hauptattraktionen sind die vier Pandas, welche Hong Kong von China erhalten hat.<\/p>\n<p>Nachdem die Diamond Princess erst um Mitternacht von Hong Kong auslief (auch hier waren wir wegen der Gr\u00f6sse wieder im Frachthafen untergebracht), sind wir nach dem Ausflug schnell einen Happen auf dem Schiff essen gegangen, haben uns kurz umgezogen und sind wieder in die Stadt, um die vielgepriesene &#8211; und im Guinness-Buch der Rekorde eingetragene &#8211; gr\u00f6sste Lichtershow der Welt anschauen zu k\u00f6nnen. Die &#8222;Symphonie des Lichts&#8220; hat uns dann trotz einer Dauer von knapp 15 Minuten eher entt\u00e4uscht, da h\u00e4tten wir etwas mehr erwartet. Anscheinend ist es aber auch nicht immer dieselbe Show, an Weihnachten soll sie ganz toll sein&#8230; \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Montag, 23. April, waren wir einen (langen aber trotzdem zu kurzen) Tag in Hong Kong zu Gast. 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