{"id":190,"date":"2012-05-06T12:41:39","date_gmt":"2012-05-06T10:41:39","guid":{"rendered":"http:\/\/mitdabei.ch\/wordpress\/?p=190"},"modified":"2012-05-06T12:42:42","modified_gmt":"2012-05-06T10:42:42","slug":"weinen-im-bmw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mitdabei.ch\/wordpress\/2012\/05\/weinen-im-bmw\/","title":{"rendered":"Tag 2 in Beijing &#8211; Weinen im BMW"},"content":{"rendered":"<p>Am zweiten Tag in Beijing sind wir zur Chinesischen Mauer gefahren, genauer gesagt zum ber\u00fchmtesten noch erhaltenen St\u00fcck in Badaling (da sind auch die VIP&#8217;s wie Clinton oder Obama hingegangen). Das ist f\u00fcr die Chinesen ein wichtiges Ausflugsziel und wir waren am ersten Werktag (Mittwoch) nach dem 1. Mai-Feiertag da &#8211; es hatte anscheinend verh\u00e4ltnism\u00e4ssig wenig Leute, aber auf der Mauer war trotz der Breite von 6 Meter teilweise kein Durchkommen&#8230; \ud83d\ude42<\/p>\n<p><!--more Weiterlesen-->Das Bauwerk ist sehr eindr\u00fccklich, die L\u00e4nge von 6&#8217;300 km nat\u00fcrlich, aber vor allem auch die Steigungen und Gef\u00e4lle, die das Befestigungswerk aufweist. Mit dem Bau wurde anscheinend 200 Jahre vor Christus begonnen und dann \u00fcber mehrere Jahrhunderte bzw. Dynastien weitergebaut &#8211; je nach Empfinden der jeweiligen Herrscher. In der Ming-Dynastie wurde die Mauer das erste Mal \u00fcber die Dauer von ca. 200 Jahren renoviert. Nachdem wir 1.5 Stunden auf der Mauer gelaufen sind, haben wir uns zur St\u00e4rkung noch ein Magnum-Eis geg\u00f6nnt &#8211; wir sind wirklich vom Wetter verw\u00f6hnt, heute ist es schon wieder knapp 30 Grad warm.<\/p>\n<p>Nach dem Besuch der Mauer gingen wir eine Jade-Fabrik samt grosser Ausstellung besuchen und nahmen dort auch unser Mittagessen ein. Bei den Chinesen ist es \u00fcbrigens so, dass sie draussen im Park, an den Turnger\u00e4ten vor dem Haus oder sonst wo ihre Morgengymnastik machen, dann wieder nach Hause gehen und ihr Fr\u00fchst\u00fcck essen. Das Mittagessen wird \u00fcblicherweise an der Arbeitsstelle eingenommen und die Hauptmahlzeit &#8211; das Abendessen &#8211; wird dann wieder zu Hause gegessen. Apropos zu Hause: alles Land geh\u00f6rt ja dem Staat, so wird beim Kauf einer Eigentumswohnung ein Nutzungsrecht f\u00fcr 70 Jahre erworben. Danach muss dann nochmal gezahlt werden&#8230;<\/p>\n<p>Seit der Sommer-Olympiade 2008 gilt \u00fcbrigens ein Rauchverbot f\u00fcr \u00f6ffentliche Pl\u00e4tze. Ebenfalls seit damals gilt auch ein Spuckverbot in der \u00d6ffentlichkeit, aber die Chinesen haben \u00f6fter b\u00f6se Geister im Hals, darum muss viel gespuckt werden&#8230; \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Das Heiratsalter f\u00fcr die Chinesen ist \u00fcbrigens gesetzlich festgelegt &#8211; in der Stadt muss ein Mann mindestens 24 und eine Frau mindestens 22 Jahre alt sein, bevor sie heiraten d\u00fcrfen. Auf dem Land ist die Grenze jeweils 2 Jahre tiefer angesetzt. Die Anspr\u00fcche der Chinesen steigen je l\u00e4nger je mehr: als Mann sollte man bei der Heirat eine Wohnung und ein Auto haben &#8211; in einer Dating-Show im Fernsehen soll ein Kandidat gesagt haben, dass er nicht verm\u00f6gend sei und er aber daf\u00fcr besorgt sein werde, dass seine Partnerin auf dem Velo l\u00e4cheln k\u00f6nne. Die Antwort der entsprechenden Kandidatin war dann, dass sie lieber im BMW weine, als auf dem Fahrrad l\u00e4chle. Passend dazu hat sich auch die gegenseitige Begr\u00fcssung von &#8222;Wie gehts?&#8220; auf &#8222;Schon gegessen?&#8220; ge\u00e4ndert. Und laut unserer Reiseleiterin geht es wohl dahin, dass man sich wohl bald mit &#8222;Schon geschieden?&#8220; begr\u00fcssen werde (aktuell wird jede dritte Ehe geschieden)&#8230; \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Am Nachmittag haben wir eines der 13 Ming-Gr\u00e4ber in Changling besichtigt. In den Ming-Gr\u00e4bern sind die Herrscher aus der Ming-Dynastie bestattet. F\u00fcr uns unbedarfte Touristen sieht das grunds\u00e4tzlich nicht viel anders aus als die anderen Tempel. Die Chinesen werden heute \u00fcbrigens alle obligatorisch feuerbestattet und jedes Jahr am 15. April ist der Toten-Gedenktag (also nicht am jeweiligen Todestag).<\/p>\n<p>Auf dem Heimweg sind wir noch kurz in einer Seidenfabrik vorbei und wussten dummerweise die Masse unseres Bettes nicht mehr auswendig, sonst h\u00e4tten wir uns wohl noch Bettdecken mit Seidenf\u00fcllung gekauft. Sehr aufwendiger (manueller) Fertigungsprozess, aber die Schlafqualit\u00e4t d\u00fcrfte hervorragend sein. Zum Abschluss des Tages fuhren wir noch kurz an einem Teil der Olympia-Wettkampfst\u00e4tten vorbei, so am Vogelnest oder an der blauen Schwimmhalle.<\/p>\n<p>Am Abend waren wir dann ziemlich kaputt und gingen zum Entsetzen von Sue nochmal aus dem Hotel, um ausw\u00e4rts etwas einheimisches essen zu gehen. Das gestaltete sich gar nicht so einfach, schliesslich konnten wir in einigen Restaurants nur gerade den Preis lesen &#8211; leider werden hier die Menus nicht so wie in Japan ausgestellt. Aber schliesslich fanden wir ein Restaurant mit einer bebilderten Karte, englischer Kurzbeschreibung und eher einfachem Ambiente. Sue entschied sich dann f\u00fcr Nudeln mit Fleisch und Tom f\u00fcr ein Gericht, bei welchem der Kellner nachfragte, ob &#8222;spicy&#8220; okay sei. Den \u00fcblichen Rat der Reisef\u00fchrer ignorierend, hat Tom dann ja gesagt. Das Essen war tiptop und es gab entgegen den Bef\u00fcrchtungen von Sue am n\u00e4chsten Tag auch keine Nachwirkungen. Zugegebenermassen war das Essen von Tom dann wirklich so scharf, dass nur das Fleisch herausgepickt werden konnte&#8230; \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am zweiten Tag in Beijing sind wir zur Chinesischen Mauer gefahren, genauer gesagt zum ber\u00fchmtesten noch erhaltenen St\u00fcck in Badaling (da sind auch die VIP&#8217;s wie Clinton oder Obama hingegangen). 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